Schopflilien/Ananasblumen

Diese Zwiebelpflanzen stammen aus dem tropischen Afrika. Sie sind gute Kübelpflanzen, die über einen sehr langen Zeitraum blühen.

Von dem Blattschopf oben auf dem Blütenstand hat die Schopflilie ihren Namen.

Von dem Blattschopf oben auf dem Blütenstand hat die Schopflilie ihren Namen.

Ausdauernde Blütenstände

Die Blütenstände der Schopflilien sind von einem Blattschopf gekrönt und erinnern etwas an die Frucht einer Ananas. Daher rühren ihre deutschen Namen Schopflilie oder Ananasblume. Der lateinische Name Eucomis bezieht sich ebenfalls auf dieses Merkmal. Er leitet sich vom griechischen „eukomos“ ab. „Eu“ bedeutet „schön“ und „kome“ ist die Bezeichnung für „Stirnlocke“ oder „Schopf“. Übersetzt bedeutet der Name daher so viel wie „schöner Schopf“.

Die Blüten sind abhängig von Art und Sorte grünlich, cremeweiß oder rosa. Sie sitzen in dichten Trauben an einem 30 bis 60 cm langen Blütenstandstiel. Sie öffnen sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen nach und nach von unten nach oben. Sie locken zahlreiche Insekten an.

Nach der Blüte bilden sich grünliche, zum Teil purpurn überlaufende dreieckige Fruchtkapseln, die die Pflanzen den ganzen Sommer zieren. Die reifen Früchte platzen im Herbst auf. Dann sieht es aus, als würde die Pflanze ein zweites Mal blühen. Dadurch sind die Schopflilien von Juli bis in den September hinein sehr dekorativ.

Am besten gedeiht die Schopflilie im Kübel.

Am besten gedeiht die Schopflilie im Kübel.

Hinweise zur Kultur und Pflege

Die Zwiebeln werden etwa ab Mitte Februar im Handel angeboten. Sie werden dann im Haus in Töpfen oder Kübeln vorgezogen. Dazu pflanzt man sie etwa 15 bis 20 cm tief ein.

Je größer der Topf ist, desto besser entwickeln sich die Ananasblumen. Das Substrat muss immer gut feucht sein. Staunässe vertragen die Pflanzen aber nicht. Es bildet sich recht schnell eine dichte Blattrosette. Nun werden die pflanzen regelmäßig beim Gießen mit etwas Flüssigdünger versorgt. Nach den letzten Frösten können die Schopflilien ins Freie.

An einem geschützten, warmen und sonnigen Platz entwickeln sich dann ab Juli die Blütenstände. Im Herbst welken die Blätter und die Pflanzen gehen in Ruhe. Nun wird nicht mehr gegossen. Der Kübel überwintert an einem geschützten Ort bei 6 bis 8 °C.

Nach der Überwinterung wird der Kübel im Februar wieder gegossen und die Pflanzen treiben neu aus. Trocknen die Zwiebeln zu stark aus, kann es sein, dass sie im nächsten Jahr nicht blühen. Sie benötigen dann eine Vegetationsphase um sich zu erholen.