Schneeglöckchenarten

Es gibt etwa 20 Arten von Schneeglöckchen. Sie sind alle Zwiebelgeophyten und stammen aus Europa und dem vorderasiatischen und nordafrikanischen Mittelmeerraum.

Der Bauplan

In der Regel bildet jedes Schneeglöckchen zwei Blätter und einen Blütenstiel mit einer einzelnen Blüte, die aus einer kleinen Zwiebel hervorgehen.

Die Blüten sind dreizählig. Der äußere Kreis der Blütenblätter ist in der Regel größer als der innere und weiß. Der innere Blütenblattkreis besteht aus drei kürzeren Blättern und hat eine grüne Zeichnung auf der Außen- und der Innenseite. Einige Sorten weichen von diesem Grundbauplan ab. Sie bilden zum Teil zwei Blütenstängel pro Zwiebel, manchmal sogar zwei Blüten pro Stiel. Es gibt eine große Vielfalt an Sorten.

Die einzelne Blüte hält etwa 10 Tage.

Gewöhnliches oder Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Diese Art ist weit verbreitet. Das Gewöhnliche Schneeglöckchen kommt bei uns wild vor und ist in verschiedenen Sorten bei uns in Gärten zu finden. Es hat aufrecht stehende, hellblaugrüne Blätter, die nicht breiter sind als 1 cm. Die äußeren Blütenblätter sind weiß und 1,5 bis 2 cm lang. Die inneren Blütenblätter sind kürzer und haben einen einzelnen, grünen Fleck in Form eines umgekehrten "V".

Sie blühen in der Zeit von Januar bis März. Die Blütezeit ist abhängig von der Selektion. ‘Green Ibis’ ist eine Sorte aus der Green-Group. Sie gehört zu den sehr späten Sorten, die erst Ende März aufblühen und dann im April verblühen.

Die Art mag halbschattige Standorte auf sandig-lehmigen, kalkhaltigen Böden. Der Standort darf gerne etwas feucht sein und kann auch nahe an Gewässern liegen. Zu trockene oder stark verdichtete Böden mag das Kleine Schneeglöckchen nicht. Die Pflanzen verwildern gut. Das heißt, sie bilden schnell viele Tochterzwiebeln und sie säen sich auch selbst aus.

Gut geeignet für Beete, Steingärten, als Unterbepflanzung für Gehölze und für nicht zu stark beanspruchte Rasenflächen.

Großblütiges Schneeglöckchen (Galanthus elwesii)

Großblütiges Schneeglöckchen (Galanthus elwesii)

Das Elwes-Schneeglöckchen hat bis zu 3 cm breite, dunkel blaugrüne Blätter. Die äußeren Blütenblätter sind weiß und 1,8 bis 2,3 cm lang. Die inneren Blütenblätter haben zwei grüne Flecken. Einer sitzt an der Basis des Blütenblattes oben in der Blüte und der andere ist umgekehrt "V"-förmig und sitzt an der Spitze. Einige Selektionen bilden zwei Blüten pro Stiel. Blütezeit ist im Februar und März.

Diese anspruchslose Art kommt wild in der Türkei, in Griechenland, Bulgarien, Serbien bis in die südwestliche Ukraine vor. Bei uns gehört es zu den am häufigsten kultivierten Arten.

Das Elwes-Schneeglöckchen bevorzugt humosen, sandig-lehmigen Boden in halbschattiger bis sonniger Lage, der im Sommer gerne etwas trockener sein darf.

Ikaria-Schneeglöckchen (Galanthus ikariae)

Ikaria-Schneeglöckchen (Galanthus ikariae)

Das Ikaria-Schneeglöckchen stammt von den Ägäischen Inseln. Es ist selten in der Kultur. Die Blätter sind bis zu 2,5 cm breit und hell- bis dunkelgrasgrün gefärbt. Die äußeren Blütenblätter sind weiß und bis zu 3 cm lang. Die inneren Blütenblätter haben eine umgekehrte "U"-förmige Zeichnung, die unterschiedlich weit ausgedehnt sein kann.

Woronow-Schneeglöckchen (Glanthus woronowii)

Weit gereist: Das Woronow-Schneeglöckchen stammt aus dem Kaukasus.

Diese Art stammt aus dem Kaukasus und ist als Kulturpflanzen recht weit verbreitet. Die Blätter sind bis zu 3 cm breit und hell- bis dunkelgrün glänzend. Das eine Blatt umfasst das andere an der Basis. Die äußeren Blütenblätter sind weiß und bis 2,5 cm lang. Die inneren Blütenblätter haben an den Spitzen eine grüne umgekehrt "U"-förmige Zeichnung.

Die Pflanzen bevorzugen halbschattige Standorte auf frischen, humosen, sandig-lehmigen Böden. Lockeres Laub und Erde unter sommergrünen Gehölzen ist ideal.

Clusius-Schneeglöckchen (Galanthus plicatus)

Von diesem Schneeglöckchen gibt es viele Sorten, die aber alle nicht weit verbreitet sind. Die Laubblätter sind bis zu 1,5 cm breit und oberseits grün bis bläulich grün. Die Unterseite ist weiß. Sie erreichen eine Größe von 0,6 bis 1,6 Zentimeter. Die Oberseite ist grün bis bläulich grün gefärbt, die Unterseite weißlich blau. Die Blattränder sind nach unten umgefaltet.

Es gibt zwei Unterarten. Die inneren Blütenhüllblätter von Galanthus plicatus subsp. plicatus haben nur einen grünen Fleck an der Spitze. Galanthus plicatus subsp. byzantinus hat oben und unten je einen Fleck.

Die meisten Formen blühen im Februar und März. Es gibt jedoch auch Selektionen, die schon im Dezember zur Blüte kommen. Dazu gehört die seltene Sorte ‘Three Ships’, die in der Weihnachtszeit blüht.’Baxendales Late’ blüht dagegen erst Ende März.

Die Pflanzen bevorzugen halbschattige Standorte auf feuchten, nährstoffreichen Böden.

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