Hyazinthen

Hyazinthen stammen aus dem östlichen Mittelmeerraum. Sie gehören wie die Narzisse und die Lilie zu den Pflanzen, deren Entstehung Teil der griechischen Mythologie ist. Sie sollen aus dem Blut des Knaben Hyakinthos hervorgegangen sein.

Botanik

Die Stammform der Gartenhyazinthen ist Hyacinthus orientalis. Diese Art kommt vom östlichen Mittelmeerraum bis Südwestasien vor. Sie hat mehr Blätter und weniger Blüten als die Kultursorten. In der Gattung gibt es noch zwei weitere Arten: Hyacinthus litwinowii und Hyacinthus transcaspicus, die aber nicht in Kultur sind. Hyazinthen sind frühjahrsblühende Zwiebelgeophyten. Die große Zwiebel besteht aus Schuppen, die als Nährstoffspeicher dienen. Aus den äußeren Schichten werden die Nährstoffe für den Austrieb und die Blüte gezogen. Wenn die Zwiebel während der Wachstumsperiode Energie und Nährstoffe speichern kann, bildet sie innen neue Schuppen und wächst.

Die Farbe der 'Midnight Mystique' macht dem Namen alle Ehre.

Die Farbe der 'Midnight Mystique' macht dem Namen alle Ehre.

Vor der Blüte werden 4 bis 7 Laubblätter gebildet, die die Knospe eng umschließen. Sie sind bandförmig, etwa 2 cm breit und haben eine stumpfe Spitze. Die Blüten sind in einer Traube angeordnet. Die sechs Perigon-Blätter sind zu einem Kelch verwachsen. Sie können weiß, rosa, lachsfarben, violett, blau oder gelblich sein. Zu den Verwandten der Hyazinthe gehören Blaustern, Schneestolz, Hasenglöckchen und Milchstern.

Hyazinthen im Garten und im Haus

Hyazinthen gehören zu den winterharten Herbstblumenzwiebeln, die von September bis Ende Oktober gepflanzt werden. Speziell präparierte Zwiebeln können Sie im Haus auf Hyazinthengläsern austreiben lassen und sich so im Winter Farbe und Duft ins Zimmer holen.

Spezielle Kulturansprüche haben Hyazinthen nicht. Sie wachsen auf jedem mäßig nährstoffreichen, nicht staunassen Gartenboden. Die Zwiebeln treiben meistens im ersten Jahr einen kräftigen dichtblütigen Blütenstand. Er kann sehr schwer sein. Damit die Blüten nicht kippen, sollten Sie sie mit einem dünnen Stab stützen.

Ab dem zweiten Standjahr sind die Blütenstände meist kleiner und lockerblütig. Sie sollten die verblühten Blütenstände auf jeden Fall entfernen, bevor die Pflanzen Früchte ansetzen, damit sie mehr Energiereserven für den nächsten Austrieb einlagern.

Sortenvielfalt

Sortenvielfalt heißt bei Hyazinthen vor allem auch Farbenvielfalt.

Sortenvielfalt heißt bei Hyazinthen vor allem auch Farbenvielfalt.

Der kräftige Duft ist das auffälligste Kennzeichen der Hyazinthen. Aber auch die Form und die Farbe ihrer Blüten sind einen zweiten Blick wert. Ungefähr 200 verschiedene Sorten gibt es. Sie blühen in Weiß, verschiedenen Schattierungen von Blau und Violett, in Apricot, Gelb, Rosa, Pink und Purpurrot.

Sehr verbreitet sind 'Blue Jacket', die weiße 'Carnegie' und die rosafarbene 'Fondant'. Purpurrote Sorten wie 'Woodstock' sind seltener. Manche Hyazinthen haben dicht gefüllte Blüten. 'General Köhler' und 'Crystal Palace' sind gefüllte, blaue Hyazinthen. Die Blüten von 'Snow Crystal' sind weiß und erinnern an Schneeflocken. 'Prince of Love' blüht in lachsrosa. 'Hollyhock' hat nicht nur sehr gleichmäßig gefüllte Blüten, sondern beeindruckt auch durch ein kräftiges Rot.

Es gibt Hyazinthen mit großen, sehr dichten Blütenständen und zartere Formen mit lockeren Blütentrauben. "Multiflora"-Hyazinthen haben mehrere Blütenstände pro Zwiebel. Sie sind weniger dicht mit Blüten besetzt und wirken luftiger. 'Anastasia' ist eine blaue Multiflora-Hyazinthe. 'Freestyler' blüht rosa.

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