Knollenbegonien

Es gibt mehr als 1.400 Arten von Begonien. Sie sind in den Tropen und Subtropen Afrikas, Mittel- und Südamerikas und Asiens beheimatet. Alle Begonien sind mit getrenntgeschlechtigen Blüten. In Kultur sind nur Kreuzungen aus verschiedenen Arten (Hybriden). Die wichtigsten sind:

  • Knollenbegonien (Begonia x tuberhybrida)
  • Blattbegonien (Begonia-Rex-Hybriden), die als Blattschmuckpflanzen im Zimmer kultiviert werden
  • Eisbegonien (Begonia-Semperflorens-Hybriden)

Saisonale Pflanzen

Knollenbegonien werden bei uns als Kübel- und Ampelpflanze kultiviert. Den Winter über ruhen sie als trockene Knolle. Ab März werden die Knollen in große Gefäße gepflanzt und angetrieben.

Hängebegonien haben schmale Blütenblätter.

Hängebegonien haben schmale Blütenblätter.

Die Knolle ist eine dicke Scheibe mit einer Vertiefung auf der Oberseite, aus der die Triebe wachsen. Die Knolle wird mit der Vertiefung nach oben in das Pflanzengefäß gelegt und nur etwa fingerdick mit Erde abgedeckt.

Die Begonien werden angegossen und treiben dann bei einer Temperatur von 15 bis 18 °C aus. Die Pflanzen sind sehr kälteempfindlich und dürfen erst ins Freie, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Ideale Bedingungen herrschen, wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10 °C sinken.

Knollenbegonien mögen helle, aber keine heißen, vollsonnigen Standorte. In der vollen Sonne welken die Blätter schnell und erholen sich nicht wieder. Ist es sehr warm, benötigen die Pflanzen viel Wasser und müssen täglich gegossen werden.

Im Herbst bekommen die Knollenbegonien dann immer weniger Wasser, bis sie zur Winterruhe ihre Triebe einziehen. Dann wird die Knolle ausgegraben gesäubert und in einer Kiste mit Torf eingelagert. Wie die Knollen von Dahlien überwintern sie am besten an einem frostfreien, etwa 10 °C warmen Ort.

Männliche und weibliche Blüten

Typisch für alle Begonien sind die asymmetrischen Blätter, denen sie den deutschen Namen „Schiefblatt“ zu verdanken haben. Außerdem haben alle Arten männliche und weibliche Blüten.

Besonders die männlichen Blüten sind bei einigen Sorten dicht gefüllt.

Besonders die männlichen Blüten sind bei einigen Sorten dicht gefüllt.

Auch bei gefüllten Sorten sind die Narben in den weiblichen Blüten frei.

Auch bei gefüllten Sorten sind die Narben in den weiblichen Blüten frei.

Bei den gefüllten Sorten haben die männlichen Blüten eine deutlich dichtere Füllung. Bei den weiblichen Blüten ist die Mitte mit den Narben frei. Abhängig von der Witterung verändert sich das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Blüten im Verlauf des Sommers. Darum sind manchmal mehr und manchmal weniger stark gefüllte Blüten an den Pflanzen. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Bei den Begonien der Crispa-Gruppe sind die Blütenblätter kraus.

Bei den Begonien der Crispa-Gruppe sind die Blütenblätter kraus.

Die Blüten von Begonia marmorata wechseln die Farbe.

Die Blüten von Begonia marmorata wechseln die Farbe.

Sortenvielfalt

Die verschiedenen Zuchtformen werden in Gruppen unterteilt.

  • Begonia-Multiflora-Hybriden sind kleinbleibende, kompakte Sorten. Sie haben dicht gefüllte Blüten mit rundlichen Blütenblättern in Gelb, Rot, Rosa, Weiß und Orange. Diese Sorten wachsen buschig und werden etwa 30 bis 40 cm hoch.
  • Als Begonia-Pendula-Hybriden werden Sorten mit überhängenden, langen Trieben bezeichnet. Sie haben oft schmale, längliche Blütenblätter.
  • Bei den Fimbriata- Begonien sind die Ränder der Blütenblätter geschlitzt. Die Blüten sind recht groß, rundlich und dicht gefüllt.
  • Crispa-Typen haben nur wenige große, krause Blütenblätter.
  • Bei den Marmorata-Begonien verändert sich die Blütenfarbe während der Blütezeit. Es gibt rot-weiße und gelb-weiße Sorten.
  • Als Picotee-Typen werden Sorten bezeichnet, deren Blütenblätter einen feinen, klar abgesetzten andersfarbigen Rand haben.

Generell kann gesagt werden, dass kleinblütige Knollenbegonien-Sorten mehr Sonne vertragen als die großblütigen Formen.

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