Dahlien

Dahlien sind Korbblütler, die ursprünglich nur in Mexiko vorkamen. Es sind 35 Wildarten bekannt, die sich gut untereinander kreuzen lassen. Durch züchterische Bearbeitung ist eine sehr große Vielfalt an Formen und Farben erzielt worden. Schon die Azteken pflegten Dahlien in ihren Gärten. Bei uns sind sie erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bekannt.

Dahlien im Garten

Es gibt tausende verschiedene Sorten.

Es gibt tausende verschiedene Sorten.

Dahlien sind bei uns seit etwa 200 Jahren in Kultur. Tausende Sorten wurden seitdem gezüchtet. Ihre vielfältigen Blütenformen und ihr breites Farbspektrum machen sie zu begehrten Sammlerobjekten. Dahliengärten erfreuen sich großer Beliebtheit und in vielen botanischen Gärten werden von den Besuchern jedes Jahr die schönsten Sorten gewählt.

Obwohl die Pflanzen aus Mittelamerika stammen und bei uns nicht winterhart sind, lassen sie sich sehr leicht problemlos kultivieren. Die Knollen werden im Frühjahr oder Frühsommer eingepflanzt und im Herbst wieder aus der Erde genommen.

Es gibt mehrere Tausend verschiedene Dahliensorten. Sie werden nach der Form ihrer Blumen in verschiedene Klassen eingeteilt. Es gibt kleinwachsende Sorten, die sich in Kübeln kultivieren lassen, und riesige Baumdahlien mit dicken verholzten Stämmen. Als größte deutsche Dahlienzüchtung steht seit 1997 die dunkelrote Kaktus-Dahlie ‚Kalinka‘ im Guinnessbuch. Sie erreichte im Dahliengarten in Hamburg die Rekordhöhe von 3,03 m.

Kulinarisches

Dekorative Blüten mit kräftigen Farben zeichnen die Dahlien aus.

Dekorative Blüten mit kräftigen Farben zeichnen die Dahlien aus.

Dahlienblüten und -knollen sind essbar. Die Blütenblätter können als Salat gegessen werden. Die Blüten der Sorten haben unterschiedliche Aromen und schmecken dadurch auch verschieden. Sie können Sie sortenrein oder gemischt für Salate verwenden. Dazu gibt es ein Balsamico-Öl-Dressing mit Petersilie, Schnittlauch und Thymian oder eine Marinade aus Essig, Öl und etwas Senf. Abgeschmeckt wird mit Zucker, Salz und Pfeffer.

Sie können mit Dahlien-Blütenblättern auch leckere Liköre selbst herstellen. Die Blütenblätter einer Dahliensorte werden zum Beispiel in Kornbrand mit etwas Zimt oder in Kirschwasser mit etwas Weihrauch und Zitronenschale gegeben. Dazu kommt Gelierzucker. Dann lassen Sie den Ansatz etwa 4 Wochen im Hellen bei Zimmertemperatur ziehen und schütteln ihn täglich, damit sich der Zucker löst. Danach werden die Blütenblätter und andere Zutaten herausgefiltert. Das volle Aroma entwickelt der Likör, wenn er noch 4 weitere Wochen bei Zimmertemperatur im Dunkeln nachreift. Dahlien-Liköre können Sie auch bei verschiedenen Anbietern kaufen.

Dahlien fügen sich gut in Beete mit Stauden und Sommerblumen ein.

Dahlien fügen sich gut in Beete mit Stauden und Sommerblumen ein.

In ihrer ursprünglichen Heimat wurden Dahlienknollen von den Azteken wie Kartoffeln verzehrt. Bei uns wurden die Pflanzen über Jahrhunderte als Zierpflanzen allein nach dem Aussehen ihrer Blüten selektiert. Trotzdem sind sie auch heute noch essbar.

Im Geschmack unterscheiden sich die Knollen der Dahliensorten. Einige Sorten haben holzige, sehr geschmacksintensive Knollen, die man nicht mit Genuss essen kann. Bei Verkostungen wurden aber einige Sorten gefunden, die sich zum Verzehr gut eignen. Sie haben ein fenchelartiges Aroma oder schmecken nach Sellerie. Bei anderen erinnert der Geschmack an Schwarzwurzel, Spargel oder Kohlrabi.

Zu den schmackhaften Sorten gehören die roten Semikaktus-Dahlien ‚Black Jack‘ und ‚Hapet Kennedy‘. Auch ‚Hapet Buga München‘, ‚Hapet Sunset‘ und ‚Hapet Fantastic‘ und ‚Hoamatland‘ haben in Geschmackstests gut abgeschnitten.

Im Herbst werden beim Einlagern der Dahlien kleine, junge Knollen von den Pflanzen abgelöst. Diese lässt man einige Tage an der Luft abtrocknen. Danach kann man sie im kühlen Keller lagern. Zur Zubereitung werden die Knollen geschält und dann in Wasser 30 bis 45 Minuten gekocht. Danach kann man sie sofort essen oder zu Püree oder anderen Gerichten weiterverarbeiten.

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