Narzissen

Die Narzisse blüht im Gegensatz zur Tulpe meist jedes Jahr wieder, wenn ihr Standort und Boden zusagen. Sie vermehrt sich durch die Bildung von Tochterzwiebeln und kann auch aus Samen nachgezogen werden.

Die Zwiebel

Mit der Pflanzung im Topf haben Narzissen keinerlei Probleme.

Mit der Pflanzung im Topf haben Narzissen keinerlei Probleme.

Narzissen sind Zwiebelgeophyten. Die Zwiebeln sind länglich oder rundlich. Das Herz bildet die korkartige Basalplatte. Aus ihr gehen sowohl die Wurzeln als auch die Blattanlagen hervor. Es gibt zwei Typen von Wurzeln. Die bis zu 40 cm langen Saugwurzeln dienen ausschließlich zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Sie werden wie die Laubblätter abgebaut, wenn die Pflanze in Ruhe geht. Ziehwurzeln wachsen nach unten in den Boden und verkürzen sich dann im Verlaufe der Vegetationszeit um einige Millimeter. Auf diese Weise zieht sich die Zwiebel tiefer in den Boden bis in die optimale Tiefe.

Oben auf der Basalplatte sitzen die Anlagen für Blätter, Blütenstände und Brutzwiebeln. Die Zwiebel wächst von innen nach außen. Im Zentrum steht immer die knospige Blütenanlage mit einigen Blattanlagen für das kommende Frühjahr. Sie ist von der verdickten Basis von zwei bis drei Laubblättern und einigen Scheidenblättern aus dem letzten Jahr umgeben. Diese liefern die Energie für den Austrieb der Blütenknospe und der frischen Blätter. Nach der Blüte trocknen sie ein und werden durch die Verdickung der neuen Blätter nach außen gedrängt, während die Blütenanlage für das Folgejahr in der Blattachsel des zweiten Laubblattes heranwächst und die Knospen für das übernächste Jahr bereits weiter außen angelegt werden. Darum blühen Narzissen jedes Jahr wieder, während bei Tulpen eine Zwiebel immer nur einmal blüht. Es werden bei Tulpen statt neuer Blütenanlage nur eine oder mehrere Tochterzwiebeln angelegt, die dann aber erst nach zwei bis drei Jahren blühreif sind.

Vermehrung durch Tochterzwiebeln

Es bilden sich auf dem Zwiebelboden zwischen den Blattanlagen auch Knospen für Tochterzwiebeln. Sie bilden zunächst nur einzelne dünne Blätter, die nahe der Mutterpflanze an die Oberfläche kommen. Im Laufe der Zeit werden ihre Schuppen aber immer dicker und sie wandern auf der Basalplatte durch das Wachstum der Mutterpflanze immer weiter nach außen. Nach zwei bis drei Jahren ist die Tochterzwiebel aus den Häuten der Mutterpflanze herausgewachsen und löst sich von ihr. Nun kann man die Zwiebeln aus der Erde nehmen, vereinzeln und neu pflanzen.

Die Blüte

Viele Narzissen haben nur eine einzelne Blüte pro Zwiebel. Bei den Jonquillen und Tazetten sind oft drei oder mehr an einem Blütenstand. Die Blüten haben sechs Blütenblätter und sechs Staubblätter. Letztere sind an der Basis verwachsen und bilden die Nebenkrone. Bei den Spleißkronigen Narzissen ist diese Verwachsung aufgehoben, sodass die Nebenkrone sich in mehrere „Blütenblätter“ teilt.

Die Narbe ist dreilappig und der Fruchtknoten hat drei Kammern. Aus ihm bildet sich nach der Befruchtung eine Kapselfrucht.

Die Hauptkrone besteht aus zwei Kreisen gleich geformter und gleich gefärbter Blütenblätter. Der äußere Kreis wird eigentlich von den Kelchblättern gebildet und der innere von den Kronblättern. Da Kelch- und Kronblätter aber gleich gestaltet sind, unterscheidet man sie nicht, sondern spricht von Tepalen.

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