Botanik der Lauchgewächse

Die Laucharten stammen alle von der Nordhalbkugel. Sie kommen wild in Europa, Asien und Nordamerika vor. Früher zählte man sie zu den Liliengewächsen. Heute werden sie als Familie der Alliaceae zusammengefasst.

Aufbau des Pflanzenkörpers

Der Aufbau der Zwiebelpflanze entspricht dem anderer Geophyten. Der Spross, also der Teil, der bei anderen Pflanzen den Stängel bildet, ist stark gestaucht und zu einer flachen Scheibe reduziert. Aus deren Unterseite wachsen die Wurzeln, aus der Oberseite kommen die Blätter.

Wenn die Zwiebeln austreiben, bilden sich oft nur ein, zwei oder drei Laubblätter. Es können aber auch mehrere sein. Die Blätter sind fleischig oder hohl. Sie sind an der Basis verdickt und liegen in dichten Schichten übereinander, so dass sie eine Zwiebel bilden. Diese Zwiebel ist das Überdauerungsorgan der Pflanze und dient als Nährstoffspeicher während des Winters. Sie befindet sich vollständig in der Erde.

In den Blattachseln bilden sich während der Vegetationszeit Brutzwiebeln. Die Mutterzwiebel verbraucht ihre Energie während der Blütezeit und verschwindet. Es bleibt ein Klumpen aus Tochterzwiebeln übrig, die im Folgejahr blühen.

Die einzelnen Blüten mögen klein sein, aber der Blütenstand fällt bei Zierlauch oft sehr beeindruckend aus.

Die einzelnen Blüten mögen klein sein, aber der Blütenstand fällt bei Zierlauch oft sehr beeindruckend aus.

Die Blüten sind in vielblütigen Blütenständen in Form einer runden oder eiförmigen Dolde zusammengefasst. Sie sind als Knospen von einer dünnen Haut umgeben, die aufreißt, wenn sich die Blüten öffnen. Bei den Einzelblüten sind die Kelch- und die Kronblätter gleich geformt und auch gleich gefärbt. Sie bilden ein sechszähliges, sternförmiges Perigon. Dann folgen zwei Kreise von Staubblättern und in der Mitte sitzt ein knopfförmiger Fruchtknoten mit einem langen Griffel.

Zierliche Blüten in imposanten Blütenständen

Die einzelnen Blüten haben einen Durchmesser bis etwa 1,5 cm. Sie sind grünlich, weiß, gelb, rosa, rot, blau und violett.

Die Blütenstände können einen Durchmesser von mehr als 30 cm erreichen und bis zu 80 Einzelblüten umfassen. Die Blütenstände zeigen sich später als das Laub. Bei vielen Zierlaucharten beginnen dann die Laubblätter bereits an den Spitzen zu welken und abzusterben. Das sieht nicht besonders dekorativ aus, ist aber normal und kein Zeichen von Krankheit oder Mangel.

Die Blütenstandstiele sind je nach Art kurz oder lang. Beim Sternkugellauch (Allium christophii) sitzen die bis zu 40 cm großen Blütendolden auf nur 15 – 40 cm langen Stielen. Der Riesenzierlauch (Allium giganteum) kann bis zu 180 cm hoch werden.

Bei einigen Lauchgewächsen können sich im Blütenstand Brutzwiebeln bilden. Die Etagenzwiebel oder Luftzwiebel (Allium cepa var. proliferum) ist eine alte Gemüseart, bei der diese Brutzwiebeln geerntet und gegessen werden. Auch beim Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum) kommen solche Brutzwiebeln vor. Bei den Zierlauch-Arten findet man sie manchmal am Goldlauch (Allium moly), Rosenlauch (Allium roseum), Blauen Zierlauch (Allium caeruleum) und an einigen anderen Arten.

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